1997 wurde die UmweltBank in Nürnberg gegründet und ist seitdem bundesweit als Berater- und Förderbank tätig. Sie konzentriert ihre Tätigkeiten auf den Umweltbereich und ist damit die einzige Bank ihrer Art in Deutschland. Ihr Angebot erstreckt sich von verzinsten ökologischen Geld- und Kapitalanlagen bis zur Vergabe zinsgünstiger Förderdarlehen an innovative Umweltprojekte. Ein unabhängiger Umweltrat prüft die ethisch-ökologische Mittelverwendung und die CO2-Bilanz der Umweltbank, die durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter in diesem Jahr deutlich verbessert wurde.
Derzeit fördert die Bank bundesweit über 14.200 Umweltprojekte. Damit sie auch weiterhin zukunftsfähige Projekte finanzieren kann, welche die Energiewende vorantreiben, stärkt die UmweltBank ihre Eigenkapitalbasis durch die Ausgabe eines Genussrechts über 5,5 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um ein festverzinsliches Namensgenussrecht, das mit 4 Prozent verzinst wird und eine unbefristete Laufzeit besitzt. Das Kündigungsrecht liegt allein bei der Umweltbank und das Mindesthandelvolumen beträgt 2500 Euro. Der Kauf ist provisions- und gebührenfrei.
Die Stärkung der Eigenkapitalbasis ist notwendig, da die Bank auch dieses Jahr wieder gewachsen ist und damit ihre Erfolgsgeschichte weiterschreibt. Auch am Ende des Jahres 2011 konnte sie wieder reihenweise gute Nachrichten verkünden: Ihr Geschäftsvolumen stieg im ersten Halbjahr auf 2,1 Milliarden Euro und der Gewinn legte weiter zu. Außerdem ist sie immer noch einzigartig in Deutschland, da bei keiner anderen Bank die Förderung des Umweltschutzes in der Satzung steht. Dieses, für ein Geldinstitut ungewöhnliche, Ziel wird dadurch realisiert, dass ihre Kundeneinlagen ausschließlich in Umweltprojekte fließen. Diese umweltfreundliche Ausrichtung dient vor allem dem Ziel, den Ausstoß des Treibhausgases CO2 zu vermindern. 2010 wurde dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern gesteigert, denn die CO2-Einsparung aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten ist auch im Jahr 2010 gewachsen und betrug rund 1,85 Millionen Tonnen. Wachstumsträger im Kreditgeschäft waren mit 47,3 Prozent die Finanzierung von ökologischen Bauvorhaben und der Solarfinanzierung mit 27,7 Prozent.
Förderbanken des Bundes und der Länder helfen dabei das Kreditgeschäft zu refinanzieren, doch der größte Teil stammt aus Kundeneinlagen. Eine weitere Stärke der Umweltbank ist die gute Bonität ihrer Kunden, wodurch die Kreditausfälle geringer und folglich auch die Risikokosten niedriger sind.