Zusammenarbeit zwischen Daimler und Nissan als Win-win-Situation
Im April 2010 beschlossen Daimler und Nissan eine strategische Kooperation, die sich zunächst auf drei Projekte bezogen hat: die gemeinsame smart/Twingo-Architektur, das Einstiegsmodell des Cityvans für Mercedes-Benz, dessen Markteinführung für Ende 2012 geplant ist und die, bisher planmäßig verlaufende, gegenseitige Belieferung von Antrieben und Antriebskomponenten.
Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wurde fortgeführt und sogar schrittweise ausgebaut. Man teilte beispielsweise Architekturen, wie im Fall des von Infiniti geplanten Premium-Kompaktfahrzeugs, das anlehnend an die Architektur des Mercedes-Benz Kompaktwagens produziert werden soll. Außerdem kooperieren Daimler und Nissan auch im Bereich der emissionsfreien Fahrzeuge. Die elektrisch betriebenen Modelle von Smart und Twingo werden mit Batterien angetrieben, die von einer Produktionsstätte von Daimler hergestellt wurden und der Elektromotor ist von Renault-Nissan. Der vorläufige Höhepunkt dieser Kooperation ist jedoch die gemeinsame Motorenproduktion in Nordamerika, die ab 2014 realisiert werden soll.
Nissan hat die Powertrain-Montage in Decherd, Tennessee bereits 1997 aufgebaut und heute werden dort die Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren hergestellt, mit denen alle, in den Vereinigten Staaten produzierte, Nissan und Infiniti Fahrzeuge ausgestattet sind.
Für die Zusammenarbeit ab 2014 ist geplant, dass dort Mercedes-Benz Vierzylinder-Motoren für Infiniti und Mercedes-Benz hergestellt werden, wobei die jährliche Kapazität 250.000 Einheiten betragen und bei den Modellen von Mercedes-Benz und Infiniti zum Einsatz kommen soll. Das Nissanwerk wurde wegen seiner strategischen Lage und der guten Infrastruktur ausgewählt, da dadurch das Pkw-Werk in Alabama, wo die neue Mercedes-Benz C-Klasse produziert wird, direkt mit Motoren beliefert werden kann.